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AI 2026-10-14 · 5 min

GorkyCAD KI-Assistent: Funktionen für Elektroplaner

Was der KI-Assistent im Planungsalltag übernimmt, wie er mit Modell und Berechnungen zusammenspielt und wo seine Grenzen liegen.

Author: GorkyCAD Team

Was ein KI-Assistent in der Elektroplanung leistet

Elektroplanung besteht nicht nur aus dem Zeichnen von Leitungen. Zu jedem Projekt gehören Bezeichnungen, Listen, Nachweise und unzählige kleine Entscheidungen. Viel Zeit geht dabei für wiederkehrende Arbeiten verloren, die keinen gestalterischen Wert haben, aber trotzdem erledigt werden müssen.

Genau hier setzt ein KI-Assistent an. Er übernimmt Aufgaben, die sich aus dem vorhandenen Modell ableiten lassen, und schlägt Ergebnisse vor, die der Planer prüft und übernimmt. Er ersetzt keine fachliche Entscheidung, sondern nimmt Arbeit ab, die mechanisch ist.

Der Nutzen liegt weniger in spektakulären Einzelfällen als in der Summe. Wer für jeden Verteiler, jeden Stromkreis und jede Liste selbst die passende Bezeichnung wählt, verliert Stunden, ohne dass dadurch die Qualität der Planung steigt.

In GorkyCAD Pro ist der Assistent mit 51 Funktionen in die Anwendung eingebunden. Er kennt nicht nur den Text, sondern auch die Bauteile, Räume und Stromkreise des Projekts, weil er auf derselben Modellbasis arbeitet wie die Pläne.

Der Assistent ist damit kein getrenntes Werkzeug, das man zusätzlich öffnen müsste. Er sitzt dort, wo ohnehin geplant wird, und teilt sich die Daten mit der Zeichnung. Das erspart doppelte Eingaben und hält die Angaben an einer Stelle.

Besonders deutlich wird das bei Listen. Die Kabelliste entsteht aus denselben Bauteilen, die im Plan stehen. Ändert sich ein Bauteil, folgt die Liste nach, ohne dass zwei Datensätze getrennt gepflegt werden müssen.

Wie der Assistent arbeitet

Der Assistent bekommt seinen Kontext aus dem Modell. Statt allgemein zu antworten, kann er sich auf das konkrete Projekt beziehen: auf einen bestimmten Verteiler, einen Raum oder eine Gruppe von Stromkreisen. Dadurch fallen Vorschläge nicht beliebig aus, sondern passen zum bearbeiteten Stand.

Der Ablauf ist immer derselbe. Du beschreibst, was du erreichen willst; der Assistent liefert einen Vorschlag; du prüfst ihn und übernimmst oder änderst ihn. Die Kontrolle bleibt beim Planer, weil jede Änderung im Modell sichtbar wird und dort nachvollzogen werden kann.

Weil die Anwendung im Browser läuft, ist der Assistent überall dort verfügbar, wo das Projekt offen ist. Eine gesonderte Installation braucht es nicht, und die Oberfläche bleibt dieselbe, egal ob am Schreibtisch oder unterwegs gearbeitet wird.

Als PWA lässt sich die Anwendung zudem offline weiterverwenden. Wer auf der Baustelle ohne stabiles Netz arbeitet, kann das Projekt öffnen und Änderungen später abgleichen.

Der Assistent reagiert außerdem auf den Kontext der aktuellen Ansicht. Wer an einem Verteiler arbeitet, bekommt Vorschläge zu diesem Verteiler und nicht zu einem anderen Teil des Projekts. Dadurch bleibt die Antwort nah an der Aufgabe, die gerade ansteht.

Typische Aufgaben im Überblick

Die Einsatzfelder liegen dort, wo Text, Struktur und Modell zusammenkommen. Die folgende Übersicht nennt die häufigsten Aufgaben und ihren Nutzen:

AufgabeNutzen
Bezeichnungen vorschlagenEinheitliche Namen für Verteiler und Stromkreise
Stücklisten ergänzenVollständigere Material- und Kabellisten
Texte für die DokumentationBeschreibungen für den PDF-Satz
Daten aus Eingaben übernehmenWeniger manuelle Eingabe im Modell
Zusammenhänge erklärenSchnellere Einarbeitung in ein Projekt

Diese Aufgaben haben gemeinsam, dass sie viel Zeit kosten, aber wenig Spielraum für Fehler lassen. Der Assistent liefert einen ersten Entwurf, den der Planer zügig prüfen kann.

Wichtig ist die Reihenfolge: Erst kommt der Vorschlag, dann die Prüfung, dann die Übernahme. So bleibt zu jedem Zeitpunkt klar, was aus dem Modell stammt und was der Assistent ergänzt hat.

Weil die Vorschläge aus dem Modell stammen, lassen sie sich prüfen statt nur übernehmen. Der Planer sieht, worauf sich ein Vorschlag bezieht, und kann ihn annehmen oder verwerfen. Diese Nachvollziehbarkeit ist im Alltag wichtiger als jede automatische Änderung.

Assistent und Berechnungen greifen ineinander

Der Assistent steht nicht für sich allein. GorkyCAD Pro bringt über 70 Berechnungen und die Prüfungen nach IEC 60364 mit. Ein Vorschlag, der eine Stromkreisstruktur betrifft, kann deshalb gegen diese Berechnungen laufen und so auf ein unplausibles Ergebnis hinweisen.

So bleibt die fachliche Basis erhalten. Der Assistent hilft beim Formulieren und beim Strukturieren, die eigentliche Auslegung stützt sich aber auf die Berechnung. Wer eine Leitung kürzt oder einen Verteiler verschiebt, sieht die Wirkung auf Spannungsfall oder Kurzschlussstrom an derselben Stelle.

Für die Dokumentation ist dieses Zusammenspiel wertvoll. Material- und Kabellisten, Beschreibungen und Nachweise stammen aus einem Modell und widersprechen sich daher nicht gegenseitig.

Die Standards, nach denen geprüft wird, umfassen IEC, IS, ANSI und BS. So lässt sich ein Projekt auch dann beurteilen, wenn es nicht nach der vertrauten Norm gefordert ist.

Für den Planer heißt das, dass ein Vorschlag nie gegen die Berechnung gestellt wird. Beide Quellen werden gemeinsam betrachtet, und wo sie sich widersprechen, entscheidet die fachliche Auslegung.

Wo der Assistent an Grenzen stößt

Ein KI-Assistent ist kein Ersatz für Erfahrung. Er kennt das Modell, aber nicht die Besonderheiten eines Gebäudes, die nur vor Ort verständlich sind. Er kann einen Vorschlag machen, ihn aber nicht verantworten.

Deshalb gilt: Jedes Ergebnis wird geprüft, bevor es in die Dokumentation geht. Das betrifft besonders Angaben, die auf Normen zurückgehen, sowie alles, was die Sicherheit der Anlage berührt.

Am nützlichsten ist der Assistent bei Routinearbeit: Erstentwürfe, Bezeichnungen und Textbausteine. Bei kniffligen Detailentscheidungen bleibt die fachliche Einschätzung entscheidend, weil dort oft Umstände eine Rolle spielen, die nicht im Modell stehen.

Hinzu kommt, dass der Assistent keine Verantwortung übernehmen kann. Die Freigabe einer Planung bleibt eine fachliche Handlung, und sie gehört zu einer Person, nicht zu einem Werkzeug.

Fazit

Der KI-Assistent nimmt einen Teil der wiederkehrenden Arbeit ab, die in jedem Projekt anfällt. Er arbeitet auf derselben Modellbasis wie Pläne und Berechnungen und bleibt damit mit dem Projektstand verbunden.

Wer wiederkehrende Arbeiten abgibt und die gewonnene Zeit in die eigentliche Auslegung steckt, gewinnt am Ende mehr als durch jede einzelne Funktion.

Der Einstieg ist kostenlos und ohne Kreditkarte. Die freie Nutzung erlaubt bis zu drei Projekte; für den dauerhaften Einsatz ohne Limit gibt es die Pro-Version für 40 Euro im Monat.

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FAQ

Ersetzt der KI-Assistent den Planer?

Nein. Er liefert Vorschläge für Routinearbeit. Die fachliche Prüfung und die Verantwortung bleiben bei der planenden Person.

Auf welcher Grundlage arbeitet der Assistent?

Er liest den Kontext aus dem Modell des Projekts und bezieht sich auf vorhandene Verteiler, Räume und Stromkreise.

Wie viele Funktionen hat der Assistent?

Der KI-Assistent in GorkyCAD Pro ist mit 51 Funktionen in die Anwendung eingebunden.

Nützt der Assistent bei der Dokumentation?

Ja. Er unterstützt bei Beschreibungen und Listen, die anschließend in den PDF-Dokumentensatz einfließen.

Kann ich den Assistenten gratis testen?

Ja. Der Einstieg ist kostenlos und ohne Kreditkarte, mit bis zu drei Projekten in der freien Nutzung.

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